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Gärtnerei Wilde Kost

Die Gärtnerei »Wilde Kost« ist auf traditionelle Gemüsesorten und essbare Wildpflanzen spezialisiert. Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt an Geschmacksnoten und Aromen, die frühere Hausgärten boten und die uns die Natur am Wegesrand bietet, wieder für Menschen zugänglich zu machen.

Die Idee wuchs, dem Boden auf anderem Wege zu Kieselsäure zu verhelfen, so dass die Quecke nicht mehr notwendig wurde. Eine Schachtelhalmbrühe wurde am Ende des Sommers 2006 1:10 auf dem Acker ausgebracht. In der Saison 2007 war die Quecke nicht total verschwunden, aber wir konnten gut mit ihr leben. Dieser Ansatz des Gärtnerns erfordert gedankliche Arbeit, er spart aber viel Arbeit und Enttäuschung. In der Saison 2007 zeigte sich, dass wir den Boden von der Ruhe in einen Prozess brachten, der Ampfer nahm zu. Ursel Bühring schreibt über den großen und den krausen Ampfer/Rumex acetosa/crispus, das er eine stark kühlende Wirkung hat. Die Blätter sind gut geeignet für Umschläge. Sie können bei Sonnenstich auf Stirn oder Kopf gelegt werden und bei Sonnenbrand oder kleineren Verbrennungen auf die Haut. Auf wundgelaufene Füße und geschwollene heiße Knie aufgelegt, wirken die Blätter angenehm kühlend. Bei Fieber wurden sie auch um die Füße und Waden gewickelt um die Hitze abzuleiten. Zu lange sollten die Blätter nicht aufliegen, da ein Umschlag auch zu stark auskühlen kann. Früher wurden die Ampferblätter auch genutzt um Butter zu kühlen, die man von der Alm ins Dorf transportiert wurde. Der Ampfer zeigt durch seine Anwesenheit etwas über die Bodenbeschaffenheit. Seine starke Pfahlwurzel kann verdichteten Boden auflockern. Wir danken ihm für seine Unterstützung und werden uns in der Saison 2008 um die Lockerung des Bodens bemühen. In jedem Jahr wird es neue Erkenntnisse geben, die uns helfen einen gesunden Boden mit einer ausgewogenen Humusschicht für unsere Pflanzen zu schaffen...