Zurück

Kartoffel

So bunt, so viele Formen - unsere Kartoffeln sind vielseitig und ohne Normen (lat. Solanum tuberosum)

Merkmale

Kartoffeln wachsen aufrecht oder kletternd und können bis zu 1 m Höhe erreichen. Die wechselständig an den - manchmal vierkantigen oder sogar geflügelten - Sprossachsen angeordneten Laubblätter sind in kurzen Blattstielen und Blattspreite gegliedert. An den Blüten erkennen wir die Zugehörigkeit zu den Nachtschattengewächsen. Alles oberirdisch wachsende dieser Pflanze ist für den Menschen ungenießbar. In unserer Gemüsekiste finden wir die leckere und vielseitige, unterirdisch wachsende Knolle in verschiedenen Formen und Farben. Kartoffeln werden grob untergliedert in die Kocheigenschaften „festkochend“, „vorwiegend festkochend“ und „mehligkochend“. In unserer Gemüsekiste finden wir gelbe, rosafarbene und blaue Kartoffeln. Manche sind schlank und klein, andere groß und oval und auch "Murmeln" sind zu Beginn der Saison keine Seltenheit.

Inhaltsstoffe

Kartoffeln punkten mit Eiweiß, Mineralien und allen Vitaminen und gehören bei uns zu den Grundnahrungsmitteln, welche uns von August bis in den Juni des nächsten Jahres hinein gesund ernähren. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch die Kartoffelstärke, die für Bindung in Soßen, Suppen oder Gebäck sorgt.

Kulinarisches

Aus Kartoffeln zaubern wir einfach in Wasser gekochte Kartoffeln mit Butter und Petersilie, Pellkartoffeln, Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat. Sie schmecken lecker im Backofen zubereitet als Kartoffelauflauf oder sogar als Kartoffelpizza gebacken. Nicht nur Kinder lieben gestampfte Kartoffeln als Püree, verfeinert mit Petersilie oder Schwarzkümmel oder auch mal mit frischem Bärlauch. In Fett gedünstete Zwiebeln lassen sich nahezu bei jedem Kartoffelgericht gerne servieren und wer seinem Nachwuchs an Halloween eine blaue Kartoffelsuppe oder blaues Püree serviert, der hat ein leckeres, gesundes und ziemlich gruselig aussehendes Essen auf dem Tisch.

Lagerung/Konservierung

Gesammelt werden Kartoffeln von August bis in den Oktober hinein. Sie sollten an einem kühlen, dunklen und luftigen Ort, frostfrei und ohne Nässe gelagert werden. Lichteinwirkung und/oder Wärmezufuhr begünstigen die Bildung einer grünen Schale und/oder die Keimung der Kartoffel.

Hinweise/Besonderheiten

Grüne Kartoffeln sollten nicht gegessen oder an Tiere verfüttert werden, da sie Alkaloide (z.B. Solanin) aufweisen. Gekeimte Exemplare können in ein eigens angelegtes Kartoffelbeet/Hochbeet ab April gepflanzt werden. Im Laufe des Jahres immer wieder mit Erde anhäufeln und im Herbst eigene Kartoffeln ernten und genießen.

Quellen: Wikipedia („Kartoffel (Solanum tuberosum)“), Stand: 3/2022) und „Die Kräuter in meinem Garten“, Hirsch/Grünberger

Rezept für die Rezept-Galerie (#3194)

Kartoffelpuffer (4 Personen)

Zutaten:

• Ca. 1400 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
• 2-3 kleine Zwiebeln
• 4 Eier, Größe M
• 1 EL Dinkelvollkornmehl
• 1 Prise Salz
• Fett zum Ausbacken (Butterschmalz oder Raps-, Sonnenblumenöl)
• Optional: etwas geriebene Muskatnuss, gemahlenen Zimt, Ingwer, 1 geriebene Möhre

Zubereitung:

• Kartoffeln schälen, mit einer Reibe nach Belieben fein oder grob in eine große Schüssel reiben
Zwiebeln schälen, fein reiben und unter die Kartoffelmasse rühren,
• Dinkelmehl in Teig einarbeiten,
• 4 Eier und Salz und wer möchte, optionale Zutaten zugeben (Möhre waschen, schälen, fein reiben)
• Alles gut unterrühren
• Eine große Pfanne mit Fett erwärmen und bei max. ¾ Hitze den Pufferteig löffelweise in der Pfanne ausbacken.
• Fertige Kartoffelpuffer sofort servieren oder im Backofen bei 100°C warmhalten
• Dazu schmeckt: Zimt und Zucker, Apfelmus, angedickte Heidelbeeren, Preiselbeeren, Kräuterquark/Frischkäsecreme

Tipp:
• Kalte Kartoffelpuffer-Reste schmecken auch noch am nächsten Tag, entweder auf Schwarzbrot oder in der Pfanne aufgewärmt