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Koriander

Blätter und Samen: Vom Koriander (Coriandrum sativum) ist beides nutzbar.

Merkmale

Der Koriander ist ein Doldenblütler. Das bedeutet schon mal, dass wir ihn auf keinen Fall selbst ernten sollten, wenn wir uns nicht auskennen. Doldenblütler können sehr giftig sein. Wenn wir Koriander aber in der Gemüsekiste finden, sieht er ein bisschen aus wie Petersilie. Es sind nur wesentlich weniger Blättchen an einem Stängel. Und sie sind auch nicht so hart. Vietnamesischer Koriander (Polygonum odoratum) dagegen hat große grün-grau gezeichnete Blätter und riecht etwas anders.

Zubereitung/Kulinarisches

Aber es wird nicht nur das grüne Kraut des Korianders verwendet. Auch die Koriandersamen sind ganz köstlich. Doch bevor sie ihr unverwechselbares Aroma entwickeln, müssen sie gemörsert werden. Sie sind neben Kümmel, Anis und Fenchel seit dem Altertum bekannte Brotgewürze. Merkwürdigerweise gibt es aber Menschen, die den Geruch und Geschmack von Koriandersamen entsetzlich finden. Für sie riechen und schmecken sie nach Seife. Es ist also nicht ratsam, mit Koriander um sich zu werfen, wenn ein Gast erwartet wird, dessen Vorlieben wir nicht kennen. Das grüne Kraut dagegen ist zarter im Geschmack und verleiht jedem Gericht eine orientalische Note.

Verwendung

Heilsam ist der Koriander auch. Gemörserte Samenkörner sollen bei Magenkrämpfen wohltuend sein. Und angeblich soll Koriander so antibiotisch wirken, dass er sogar gegen Salmonellen helfen kann. Hoffen wir, dass wir das nie ausprobieren müssen...

Lagerung/Konservierung

Das grüne Kraut ist nur ein, zwei Tage haltbar, wenn wir es in eine feuchte Plastiktüte legen. Die getrockneten Körner dagegen halten sich ähnlich lange wie Pfeffer.

Inhaltsstoffe

Das, was für die einen so köstlich riecht und für die anderen abstoßend nach Seife mieft, sind ätherische Öle. Die Samenkörner enthalten aber auch fettes Öl und Zucker und Eiweiß.

Rezepte

Koriander ist ein Hauptbestandteil von echtem indischen Curry - das grüne Kraut wohlgemerkt, nicht die Samen. Aber sie machen sich kleingezupft auch gut auf dem Quarkbrot, im Hummus, im Rührei oder im Salat. Wer das Gewürz vorsichtig ausprobiert, kann ganz neue Geschmackskompositionen erleben.